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Als Stammsitz des Hauses Hohenlohe stellt Weikersheim ein Musterstück einer ländlichen Residenz dar. Schloß, Park und Stadt bilden eine harmonische Einheit.


Am Marktplatz empfängt einen das Schloß mit einer ihm eigenen Anziehungskraft. Imposant und von außergewöhnlicher Ausstrahlung liegt der große barocke Schloßpark, angelegt im Stile von Versailles, hinter dem prunkvollen Renaissanceschloß. Am Ende, das Ziel eines jeden Spazierganges im Park, die Orangerie, mit herrlichem Blick auf die Steinriegelhänge des Taubertals. Bewacht und belebt wird der üppige Schloßgarten durch steinerne Statuen. Mehr als 50 Figuren - Gnome, Gottheiten und Zwerge, Sinnbilder der Winde und der Elemente. Schloß Weikersheim entwickelte sich unter Graf Wolfgang II. im 16. Jahrhundert von der Wasserburg zum Renaissanceschloß mit prächtig ausgestatteten Räumen, die bis heute mit ihrer vollständigen Inneneinrichtung erhalten geblieben sind. Der Rittersaal mit seiner kunstvollen Kassettendecke, die Leinwandbilder mit Jagdszenen und die lebensgroßen Tierplastiken spiegeln den Glanz der Festsäle jener Zeit wider.

Schlossbesichtigung, Schlossgarten, Dauerausstellungen

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Neue Dauerausstellung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
"Allerhand Zierrathen" Barocke Kostbarkeiten in Schloss

Am 30. März 2007 wurde in Schloss Weikersheim eine neue Dauerausstellung der Öffentlichkeit übergeben. Wertvolle und einzigartige Ausstattungsstücke aus den barocken Schlossräumen wie Porzellane, Fayencen, Miniaturgemälde und handwerklich herausragende Kleinmöbel können erstmals aus der Nähe bewundert werden. Die Dauerausstellung knüpft an die Sonderausstellung "Hauptgewinn ein Schloss" an, die im Jahr 2006 anlässlich des 250. Todestages von Graf Carl Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim mit großem Erfolg ausgerichtet wurde. Als neuer "Landes-Vatter" war der Graf 1708 in das hundert Jahre zuvor erbaute Renaissanceschloss eingezogen und ließ es umgehend zu einer repräsentativen Residenz umgestalten. Stukkateure schufen die Deckenverzierungen, Schreiner reparierten und polierten die Holzböden, Hafner setzten Kachelöfen, Hofschneider und Tapeziere waren mit dem Nähen kostbarer Behänge und Bettdecken mehrerer "französischer Bettladen" beschäftigt. Ochsenkarren brachten aus den großen Handelsstädten "Tappetenzeuch" und edle Stoffe für die Wand-bespannungen ins Schloss, das sich mit Möbeln einheimischer Kunstschreiner füllte. Aus heutiger Sicht muss es als Glücksfall gelten, dass die gräfliche Linie Hohenlohe-Weikersheim bereits mit Carl Ludwigs Tod erlosch. Das Schloss diente fortan als nur noch gelegentlich genutzte Nebenresidenz und blieb daher von tiefgreifenden Veränderungen verschont. Die in der Dauerausstellung versammelten Kostbarkeiten und ihre Geschichte(n) vermitteln einen unver-fälschten und lebendigen Eindruck vom Grafenhof des 18. Jahrhunderts.

Öffnungszeiten

April bis Oktober
täglich 9.00 bis 18.00 Uhr

November bis März
täglich 10.00 bis 12.00 Uhr
und 13.00 bis 17.00 Uhr

Informationen:
Staatliche Schlösser und Museen
Schloss Weikersheim
Marktplatz 11
97990 Weikersheim
Telefon: 0 79 34 / 99 29 50
Fax: 0 79 34 / 99 29 512
E-Mail: info@schloss-weikersheim.de

Link zum "Schlösser-Magazin" der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg



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Großer barocker Schlosspark,
angelegt im Stile von Versailles.
Der Rittersaal mit seiner kunstvollen Kassettendecke.